Flachbildfernseher - Aktuell

Helligkeit bei LCD TV einstellen


Die neuen, superflachen LCD-Fernseher versprechen einen Bildgenuss in nie da gewesenen Dimensionen. High Definition und Full HD sind die Schlagwörter, die Kunden anlocken. Doch selbst bei den Fernsehgeräten der neusten Klasse ist die Einstellung für das perfekten Bild selbst zu regeln, und das ist mitunter eine Kunst für sich. Die Stiftung Warentest erläutert im Test aus dem November 2011 die Technik dahinter, die Möglichkeiten zur Helligkeitseinstellung und Optionen zum effektiven Stromsparen.


Die Technik dahinter


Wie der Name schon verrät, basiert die Technik eines LCD-TVs auf winzig kleine Flüssigkeitskristalle. Sie sind vor der ständig beleuchteten Hintergrundbeleuchtung angeordnet. Diese Beleuchtung strahlt immer dasselbe Licht aus, egal welches Bild gerade über den Schirm flackert. Die Farbunterschiede zwischen hellen und dunklen Farben wird allein von den Farbkristallen übernommen. Das bedeutet zugleich auch, das eine Reduzierung der Helligkeit - nicht wie gemeinhin vermutet - den Stromverbrauch nicht reduziert. Anders sieht es bei teuren Modellen auf dem Markt auf. Sie sind oftmals mit einer anderen Technik ausgestattet und sparen bei reduzierter Helligkeit tatsächlich Strom. Bis sich der höhere Kaufpreis durch die geringe Stromeinsparung jedoch amortisiert, vergeht einige Zeit ins Land.


Die Helligkeit einstellen


Für die optimale Einstellung der Helligkeit haben LCD-Fernseher zwei unterschiedliche Regler, die bedient werden müssen.



  • Mit dem sogenannten Helligkeitsregler wird das Verhalten der Flüssigkristalle gesteuert. Genau genommen wird mit diesem Regler die Lichtdurchlässigkeit der Kristalle eingestellt. Das Bild wird dadurch entweder heller oder dunkler. Einen Hinweis auf die optimale Einstellung kann nicht gegeben werden, das hängt vom jeweiligen Gerät und der Umgebungsbeleuchtung ab.

  • Zusätzlich kann man das Hintergrundlicht einstellen. Ideal konfiguriert wird Schwarz auch als solches dargestellt und sieht nicht verwaschen schwarz aus. Wird das Hintergrundlicht hingegen falsch eingestellt, werden weiße Farben schmutzig. Auch hier ist eine optimale Einrichtung der Beleuchtung sehr individuell.


Tipps für das beste Fernsehbild


Für die ideale Konfiguration sollte am besten das gewöhnliche Fernsehlicht genutzt werden. Im Klartext heißt das: Die Helligkeit am Abend und nicht während der Mittagssonne einrichten, bei Möglichkeit Jalousien oder Gardinen vor das Fenster ziehen. Das hat zudem auch einen weiteren, positiven Effekt. Das Umgebungslicht spielt nämlich ebenfalls eine große Rolle für ein gutes Fernsehbild. Die Innenbeleuchtung, egal ob Decken-; Tisch- oder Standleuchte sollte sich nicht im Fernsehen wiederspiegeln. Das beste Fernsehbild wird bei einer dunklen Raumumgebung ausgestrahlt, bei Bedarf kann eine gedimmte Lampe genutzt werden.


Energiesparen ganz einfach


Mit ein paar Hinweisen kann man auch mit LCD-Fernsehern den Stromverbrauch senken.



  • Nach wie vor gilt: Ein ausgeschaltetes Gerät verbraucht keine Energie, bei Möglichkeit auch auf den Stand-by Modus verzichten.

  • Oftmals muss der Fernseher bei der Musikwiedergabe eingeschaltet sein, hingegen wäre die Nutzung eines Radios oder einer Musikanlage deutlich günstiger. Auch ein schwarzes Bild verbraucht schliesslich dieselbe Energie wie ein helles Bild.

  • Moderne Geräte werden mit integrieten Satelliten-Receivern oder Settop-Boxen ausgeliefert. Dadurch spart man sich den Betrieb eines weiteren externen Gerätes. Das spart nicht nur Strom, sondern auch die Anschaffungskosten. Ein weiterer Vorteil: Eine Fernbedienung weniger auf dem Tisch oder in der Hand.

  • Verbraucher profitieren ab Ende November 2011 von einem neuen Gesetz der Europäischen Union. Was bei Haushaltsgeräten schon lange gängige Praxis ist, wird ab November auch bei Fernsehern Pflicht - das Energielabel.Sie geben zwar keinen sehr präzisen, aber einen durchaus verlässlichen Anhaltspunkt zum ungefähren Energieverbrauch des Fernsehgerätes. Stromfresser und energieeffiziente LCD-TV können so bereits im Vorfeld erkannt werden.